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Früher: Wehrkundetagung - Heute: Sicherheitskonferenz (AJM-Aufruf)

Im Jahre 1991 wurde die jährliche Tagung im bayerischen Hof von Wehrkundetagung in Sicherheitskonferenz umbenannt.

Der Name Wehrkundetagung trifft die Themen die dort behandelt werden sehr viel besser als “Sicherheitskonferenz”. Was die Umbenennung allerdings sehr gut charakterisiert, ist die Wortwahl bzw. die Art der Vermittlung von Inhalten, die seitdem immer häufiger verwendet wird, um staatliche Maßnahmen nach Aussen sowie nach Innen zu legitimieren.

In den Jahren seit der “Wiedervereinigung” Deutschlands, aber besonders in jüngster Zeit,
werden unter dem Vorwand der Sicherheit vor “Terrorismus und anderen asymetrischen Bedrohungen” (Verteidigungspolitische Richtlinien 2003) Interventionskriege Deutschlands auf der ganzen Welt geführt. Aber auch die, häufig Verfassungswidrigen, Maßnahmen die zur Überwachung und Bespitzelung der Bevölkerung in Deutschland dienen, sowie dem Ermöglichen von erhöhtem Einsatz an “Exekutivmaßnahmen” , wurden durch diesen Sicherheitswahn erleichtert. (z.B. Speicherung von Handyverbindungsdaten sowie Standorte für 6 Monate, Pläne zum eigentlich verfassungswidrigen Einsatz der Bundeswehr im Inneren,

Vermischung von Geheimdienst und Polizei in mehreren Behörden etc.)

Auf der Sicherheitskonferenz treffen sich jedes Jahr größtenteils hochrangige Vertreter der Rüstungsindustrie und der Politik vorrangig aus Westeuropa sowie aus Nordamerika. Diese Tagung dient der Absprache von Waffenproduzenten sowie “Verbrauchern” über den Bedarf und den technologischen Stand moderner Waffensysteme. Aber auch werden dort Begriffe ausgefeilt, wie zum Beispiel “Internationaler Krieg gegen den Terrorismus”. Die Hauptfunktion ist aber wohl die symbolische Wirkung einer solchen Tagung im bayerischen Hof im Herzen von München. Und genau als solche ist sie und ihre Teilnehmer auch zu kritisieren. Als Zeichen für eine Gesellschaftsordnung, in der der Profit und das Kapital regiert, eine Ordnung, bei der ständiger Konkurrenzzwang für alle Menschen herrscht,
dem niemand entfliehen kann weil fast jede eigene Handlung zur Erhaltung des Zwanges beitragen muss um das eigene Leben zu erhalten. Deshalb ist dieses System nicht reformierbar, sondern lässt sich immer nur im Kleinen kurzfristig verbessern.

Die Sicherheitskonferenz ist keine Ursache für weltweite Kriege sondern nur eine Folge der herrschenden Ordnung, denn der Kapitalismus ist kein Herrschaftssystem, bei dem eine Handvoll “Bonzen” aller Welt an einem Tisch sitzen und die von ihnen gewünschte Weltordnung planen. Viel mehr sind die kriegerischen Handlungen der sog. Industriestaaten ein Produkt des bereits erwähnten Konkurrenzzwanges des Kapitalismus, den Gewinn zu optimieren. Deshalb ist es falsch den Kapitalismus an einem Staat bzw. einer Person festzumachen.

Wir als Antifaschisten finden es wichtig gegen ein solches System Flagge zu zeigen, das eben durch den bereits erwähnten Konkurrenzzwang und die dadurch entstehenden Wertvorstellungen faschistisches Denken fördert. Die Sicherheitskonferenz ist nur eine von vielen Möglichkeiten, auf die Missstände hinzuweisen. Wichtig ist aber die richtigen Gründe dafür zu erfassen und zu versuchen, die Kritik möglichst wenig verkürzt darzustellen.

Um das zu erreichen ist es nötig den eigenen Standpunkt stetig zu hinterfragen und zu erweitern.
Aber noch viel wichtiger ist es aktiv gegen die bestehenden Missstände vorzugehen
und sich mit Gleichgesinnten zu organisieren.

Darum komm zur Antifa Jugend München (AJM).

Kontakt: ajmuc@web.de


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