"innen und außen" - Antikriegs-Kongress 2005
Der 3. Antikriegs-Kongress will kurz vor den Protesten gegen die “Münchner Sicherheitskonferenz” vom 11. bis 13. Februar 2005 und das World Economic Forum in Davos (WEF) Ende Januar die bundesweite Diskussion und Perspektivenentwicklung fortsetzen.
Fr., 14.01.05:
• 18:00-22:00 Uhr: Anmeldung/Infotische/Imbiss
• 19:30-22:00 Uhr: Forum I – Auftaktveranstaltung: “Gegen soziale Demontage und globalen Krieg intervenieren”
Sa., 15.01.05:
• 10:00-10:45 Uhr: Forum II – Impulsreferate: “Out of our Minds”
• 10:45-11:15 Uhr: Impulsreferat “Lücken schließen!”
• 11:15-12:00 Uhr: Forum III – Impulsreferate: “Antimilitaristischer Widerstand gegen die EU-Kriegspolitik”
• 12:15-13:00 Uhr: Forum IV – Impulsreferate: “Innen wie Außen präventiv”
• 14:30-18:00 Uhr: Workshops zu den Foren I bis IV
• 18:30-19:30 Uhr: Interchange – Austausch der Foren
• ab 20:00 Uhr: Essen und Fest
So., 16.01.05:
• 10:30-11:30 Uhr: Forum V – multimedialer Vortrag: “Der Kampf um die Köpfe – wie der Krieg nach Hause kommt”
• 12:00-14:00 Uhr: Forum VI – “Bilder und Töne – 2005 wir kommen!”
Infos und Anmeldung im Kongressbüro:
Tel.: 089-44 22 97 58 (Mo-Fr: 13-17 Uhr)
e-mail: anti-kriegs-kongress@gmx.de
Wann?
• Am 14.01.05 um 10:00 Uhr
Wo?
• Gewerkschafthaus München (Schwanthalerstr. 64, U4/5 Theresienwiese)
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Forum 1: Auftaktveranstaltung:
Gegen soziale Demontage und globalen Krieg intervenieren
Freitag von 19.30 – 22 Uhr (großer Saal: DGB-Haus)
Samstag Workshop 14.30 – 18 Uhr
Grußwort: Michael Wendl, ver.di Bayern
• Ellen Bareis, Kanak Attak
• Dirk Hauer, Gruppe Blauer Montag, Hamburg
• eine VertreterIn von Sol Yol (Linker Weg)
Moderation: Martin Glasenapp, Kampagne Libertad!
Welche Orte, Diskussionen und Strukturen braucht eine handlungsfähige undogmatische und interventionistische Linke? Welche Fragen muss sie sich in der aktuellen weltpolitischen Situation stellen? Was hat der Kampf gegen Sozialkahlschlag mit dem Widerstand gegen den globalen Krieg und neokoloniale Besatzungsregime zu tun?
Die drastische Ausweitung prekärer Lebensverhältnisse ist auch in den Metropolen eine unmittelbare Folge des weltweiten neokonservativen Angriffs, des Krieges nach Innen und Außen. Der Klassenkampf von oben, die verschärfte Konkurrenz unter den kapitalistischen Ländern und weltweite Militärinterventionen beschleunigen diese Dynamik. Zugleich schafft dieser innere Zusammenhang und die permanente Eskalation dieses Angriffs seit langem erstmals wieder die objektive und potenzielle Basis für ein internationalistisches Bewusstsein in den Metropolen für eine globale Kampfperspektive. Die TeilnehmerInnen des Podiums stellen Erfahrungen und Handlungsansätze aus ihren sozialen und antirassistischen Kämpfen zur Diskussion.
Texte der Gruppen des Auftaktpodiums unter:
www.kanak-attak.de, www.sooderso.de
(Aufruf Sol Yol:Für eine neue linke Bewegung in Europa), www.akweb.de
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Forum 2: Out of our Minds:
Samstag: Impulsreferate von 10 – 10.45 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 – 18 Uhr
Die Entwicklungen der Asyl- und Migrationspolitik in Europa sind getragen vom Gedanken der Entsorgung. Flüchtlinge werden nicht mehr aufgenommen, sondern aufgegriffen und schnellst möglich wieder außer Landes geschafft. Lager in Afrika oder in Osteuropa sollen uns nicht nur Menschen aus der Dritten Welt vom Hals halten, sondern sie auch aus unserer Wahrnehmung tilgen. Aus den Augen, aus dem Sinn ist die Devise europäischer Innenminister bei ihrem Versuch, Außenpolitik zu betreiben. Dabei wird offener Rechtsbruch in Kauf genommen. Wie können wir dem gegensteuern? Wie und auch wo kann künftig eine Solidarisierung mit MigrantInnen und Flüchtlingen stattfinden?
Elias Bierdel, bis vor kurzem Chef der Organisation CapAnamur, und Harald Glöde, Flüchtlingsrat Brandenburg und Partner eines transnationalen Projekts an den Ost-Grenzen der erweiterten Europäischen Union, bieten Beispiele, wie man verhindern kann, dass der Kontakt zur Wirklichkeit an Europas Grenzen abreißt.
Bayerischer Flüchtlingsrat
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Impulsreferat: Lücken schließen!
Samstag von 10.45 – 11.15 Uhr
Wer zum Patriarchat schweigt, hat auch zu Kriegen und kapitalistischer Globalisierung nicht genug zu sagen: Bewegungen, die die globale Organisierung patriarchaler Verhältnisse und ihre Zerstörungskraft ausblenden, halten Herrschafts- und Unterdrückungsstrukturenaufrecht, statt sie zu bekämpfen. Deshalb wollen wir in allen Workshops das aktuelle Fehlen feministisch antipatriarchaler Positionen und ihre mangelnde Repräsentanz in den eigenen politischen Prozessen analytisch und strukturell zum Ausgangspunkt unserer Debatten machen.
fortsetzung folgt
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Forum 3: Antimilitaristischer Widerstand gegen die EU-Kriegspolitik
Samstag: Impulsreferate von 11.15 – 12 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 – 18 Uhr
Wir sind der Ansicht, dass den Aktivitäten der imperialistischen Mächte und ihrer Militärapparate dringend eine internationalistische Widerstandskraft entgegengesetzt werden muss. Um diese Kraft entwickeln zu können, müssen wir in eine internationale Diskussion eintreten, und um diese führen zu können, brauchen wir Kenntnisse voneinander. Einen ersten Schritt in diese Richtung wollen wir gehen, indem wir mit GenossInnen von der Zeitschrift senza zensura (Italien) und dem Projekt ‚ abolishing the border from below‘ (Polen) diskutieren, welche Fragen in den jeweiligen Ländern in der Debatte sind und wie sie von verschiedenen politischen Kräften der Linken eingeschätzt werden.
Fragen für den Workshop:
• Welchen Stellenwert hat die EU-Militarisierung in den Diskussionen?
• Werden die europäischen Staaten eher als Vasallenstaaten der USA gesehen oder die EU-Militarisierung als der eigenständige Versuch, langfristig die imperialistische Hegemonie der USA zu durchbrechen?
• Spielt innerhalb der Linken eine feministische Diskussion zu Kriegen und Militär eine Rolle?
• Welche Einschätzungen gibt es in der feministischen Diskussion in Bezug auf Militär und Militarisierung, z.B. zu der Frage von Frauen als Soldatinnen?
• Wird in den Debatten und Aktionen im Rahmen des Widerstands gegen Sozialabbau ein Zusammenhang mit Militarisierung thematisiert?
• Gibt es Kontakte in andere europäische Länder, wie wird die Möglichkeit einer Zusammenarbeit gesehen ?
KriegistFrieden
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Forum 4: Innen wie Außen präventiv
Samstag: Impulsreferate von 12.15 – 13.00 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 – 18 Uhr
In der politischen Analyse ist die Trennung von Innen und Außenpolitik schon seit längerem nicht mehrmöglich. Das wird besonders deutlich am „Kampf gegen den Terrorismus“: Mit militärischen Mitteln wird gegen Gruppen vorgegangen, deren Wirken als terroristische Bedrohung konstruiert wird. Dieses Vorgehen wirkt in zweierlei Hinsicht auf die Innenpolitik: Die Konstruktion des „Terrorismus“ als Bedrohung dient als Legitimation für repressive innenpolitische Maßnahmen. Der Einsatz von Gewalt bei der Verwaltung außenpolitischer Konflikte wirkt zunehmend beispielhaft für die Verwaltung innenpolitischer Konflikte. Es wird eine „zuschützende Sicherheit“ definiert, die alle politischen Mittel legitimiert. Diese definierte „Sicherheit“ beinhaltet den Ausschluss der Menschen, die sie angeblich„bedrohen“ und konstruiert damit eine Gemeinschaft, die vor „anderen”, die mit Hilfe von Stereotypen erkennbar gemacht werden, „geschützt“ werden muss. Dieser Zusammenhang ist nicht neu.
• Aber wie schaffen wir es als linke, antimilitaristische Menschen, uns dieser Sicherheitsrethorik zu entziehen?
• Wie wird unser Sicherheitsbedürfnis von der offiziellen Darstellung beeinflusst?
• Was können wir ihr politisch entgegen setzen?
• Wie laufen diese Diskussionen in anderen Ländern ?
Michael Berndt, KasselM.Ade,
Arbeitsgruppe des Ökumenischen Büros München
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Interchange – Austausch der Foren
Samstag von 18.30 – 19.30 Uhr im großen Saal
Kein Podium, keine Gatekeeper: Diesmal gibt es Raum und Zeit für den Austausch von Diskussions verläufen, Ergebnissen und offenen Fragen zwischen den Workshops
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Partysahne!
Samstag ab 20 Uhr
Essen, Relaxen, Tanzen oder Weiter diskutieren.
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Forum 6: Der Kampf um die Köpfe – wie der Krieg nach Hause kommt
Sonntag von 10.30 bis 11.30 Uh
• Die Darstellung des Siegers stellt die Frage nach Bildern der Unterwerfung
• ein multimedialer Vortrag zur Rolle von Medien-Militär-Macht.
• Strategien und Konstruktionen in der Bildberichterstattung
• Dechiffrierung und Antworten aus der Kunst
AK Medienpolitik der dju München
AutorInnen Kollektiv SehStörung, München
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Forum 7: Bilder und Töne – 2005 wir kommen!
Sonntag von 12 bis 13.30 Uhr
Bögen schlagen mit Blick nach vorn. Auf der Abschlussveranstaltung rückt zunächst das Jubiläum 50 Jahre Bundeswehr in den Fokus: Martin Löwenberg von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes wird noch einmal den Kampf gegen die Wiederbewaffnung in den 50er Jahren und Philip Müller in Erinnerung rufen, der auf einer Demonstration 1952 erschossen wurde. Die Initiative Wiederentwaffnung jetzt! erklärt, was ihr Aufruf praktisch bedeutet.
Wir bleiben im Tarnbereich:
Der Arbeitskreis „Angreifbahre Traditionspflege“ zeigt eine multimediale Präsentation zum Pfingstausflug 05 gegen das Gebirgsjägertreffen. Befreien wir die Alpen. AktivistInnen aus München und der Schweiz stellen die geplanten Aktionen gegen SiKo und WEF vor.
Es bleibt dann noch Platz für Vernetzung und Mobilisierung.
Parole: Widerständische Strukturen brauchen die Lust und den Wunsch zu handeln.
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Antikriegs-Kongress
14./15./16. Januar 2005
Infos und Anmeldung im Kongressbüro:
Tel. 089 – 44 22 97 58 (Mo-Fr: 13-17 Uhr)
e-mail: anti-kriegs-kongress@gmx.de
resista_2005.pdf | 1 MB

