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Teltschik & Co vertreiben!

Wie alle Jahre wieder steht nicht nur Weihnachten, sondern auch die nächste sogenannte NATO-Sicherheitskonferenz vor der Tür. Vom 6.-8. Februar 2004 wird sich im Hotel “Bayerischer Hof” in München die Elite aus kriegslüsternen Politikern, Militärs und Rüstungsbonzen einfinden, um sich darüber auszutauschen wie sie ihre globalen kapitalistischen Interressen auch militärisch durchsetzen können.

“Das generelle Ziel der “Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik”, friedliche Lösungen für aktuelle Konflikte herbei zuführen, wurde diesmal nicht erreicht”, so ist im Abschlussbericht 2003 auf der homepage (www.securityconference.de) des Kriegstreibertreffens zu lesen. Diese süffisante Äußerung ist eine bodenlose Unverschämtheit, denn faktisch wurden im Februar in München die letzten Absprachen bezüglich des Irakkrieges getroffen, nicht umsonst war Rumsfeld höchstpersönlich angereist.

Wer diese Kriegskonferenz immer noch als Internationale Friedenskonferenz verkaufen will, wie der Veranstalter der Sicherheitskonferenz, Horst Teltschik, kürzlich in einem Interview, der befindet sich eindeutig in “Absurdistan” und gibt sich der Lächerlichkeit preis. Mehr noch ist eine solche Äußerung als bewusste Täuschung der Öffentlichkeit zu bewerten, jedoch ist aus dem Munde von Teltschik auch nichts anderes zu erwarten. Wer langjähriger außen- und sicherheitspolitischer Berater von Kohl war und heute Präsident von Boeing Deutschland, einem der weltweit größten Rüstungskonzerne, ist, der kennt sich aus im schmutzigen politischen Geschäft.

Um die “Weiterentwicklung der transatlantischen Beziehungen” soll es laut Teltschik auf der kommenden Kriegskonferenz gehen. Der Mann spricht nicht nur mit gespaltener Zunge, sondern ist zudem offensichtlich auch noch schlecht informiert, denn wenn überhaupt kann es nur um eine interne Schadensbegrenzung gehen. Das Herbsttreffen der NATO hat nochmal deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die aufstrebende europäische Militärmacht den amerikanischen Interressen eindeutig zuwider läuft.

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten und Interessenskonflikten innerhalb der NATO ist jedoch davon auszugehen, dass es eine gemeinsame “Bedrohungsanalyse” geben wird, um die bevorstehenden weltweiten Interventionen in Angriff zu nehmen. Die Münchner Konferenz ist mit Sicherheit ein Ort an dem die Debatte darüber geführt werden wird. Vertreter der Rüstungskonzerne, die dort mit am Tisch sitzen, liefern solche Analysen sogar kostenlos und buchen das unter Werbungskosten ab bzw. zahlen das aus der Portokasse.

Am Schluss des Interviews benennt Teltschik dann noch die Gründe warum er nach wie vor darauf beharrt, die Konferenz im Bayerischen Hof abzuhalten. “Damit die Teilnehmer in den Pausen einkaufen gehen und die Stadt genießen können”, das hat er tatsächlich als Grund genannt. Wir sind begeistert Herr Teltschik! Von besonderem Interesse ist der Schlusssatz: “Die Polizei- und Sicherheitskräfte sagen mir, dass sie die Sicherheit dort jederzeit gewährleisten können”. 2002 wurde das Totalverbot deshalb ausgesprochen, weil genau diese Sicherheit angeblich nicht gewährleistet werden konnte!?

Für die bevorstehende Konferenz wird von Seiten der Kriegstreiber bereits jetzt massiv die Werbetrommel gerührt. Das Interview mit Teltschik war erst der Anfang, am 15. Dezember gibt es bereits die erste Pressekonferenz (11 Uhr im Presse Club München, Marienplatz 22), zudem werden eine Reihe von öffentlichen Diskussionsveranstaltungen und Pressegesprächen stattfinden. Es gibt gute Gründe warum so viel Energie investiert wird, um diese Kriegskonferenz in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Zum einen soll anlässlich des 40. Treffens ein Jubiläum abgefeiert werden und zum anderen steht der Tagungsort auf der Kippe. Vermiesen wir ihnen das Jubiläum und sorgen wir dafür, dass es das letzte Treffen im Bayerischen Hof sein wird.

Kommt alle am 1. Februarwochenende nach München!


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